Der international bekannte und geschätzte Künstler Albert Sous ist Anfang Juli im Alter von 91 Jahren verstorben. In seiner Heimatstadt Würselen sowie in der gesamten StädteRegion Aachen werden viele Kunstwerke und Plastiken im öffentlichen Raum weiterhin an sein Schaffen erinnern. Dazu gehört auch die Ausstattung des Altarraums der evangelischen Martin-Luther-Kirche in Würselen.
1993 schuf der gelernte Goldschmied auf Anfrage des damaligen evangelischen Pfarrers Ido Pizzini zunächst den Altar, die Kanzel und das Taufbecken - zum Großteil, um Kosten zu sparen, aus Stücken vom Schrottplatz. Später kamen noch zwei Leuchter dazu. 20 Jahre später, 2013, würdigte die evangelische Kirchengemeinde Würselen die Geschichte dieser Stücke mit einem Sonderdruck. “Das ist mein schönster Altar”, war Sous damals immer noch überzeugt.
Zum 90. Geburtstag des Künstlers gab die Stadt Würselen einen ausführlichen Porträtfilm des Ausnahmekünstlers in Auftrag, der “Upcycling” schon machte, als das Wort noch gar nicht erfunden war. Ein Ausschnitt beschäftigt sich auch mit der Ausstattung der evangelischen Kirche.
Die Christusgemeinde Alsdorf-Würselen-Hoengen-Broichweiden trauert mit der Familie um den Verlust des Künstlers, der nach seinem aktiven Künstlerleben sehr interessiert an der Entwicklung seiner Heimat war und sich engagiert in das Stadt- und Gemeindeleben einbrachte.


